Firefox vs. Google Chrome: welcher Browser ist besser?

Die Frage nach dem besten Browser hört man oft. In diesem Beitrag werde ich die zwei beliebtesten – Google Chrome und Mozilla Firefox – genauer unter die Lupe nehmen.

Natürlich gibt es daneben noch weitere Browser. Leider immer noch häufig wird der Internet Explorer von Microsoft verwendet. Der veraltete Browser sorgt bei uns Entwicklern leider Tag für Tag für Probleme, da er einzelne Darstellungs-Befehle partout ignoriert. Microsoft hat anschliessend einen neuen Browser von Grund auf neu entwickelt: den Microsoft Edge. Doch leider kann auch der nicht mit Chrome oder Firefox mithalten. Doch Hilfe naht: Microsoft baut den Browser auf einer Chromium-Engine neu.

Dagegen gute Alternativen zu Firefox und Chrome sind Opera und Vivaldi.

Aber nun zum eigentlichen Vergleich.

Vergleich Chrome Firefox

Frage ich unsere Entwickler, welchen Browser Sie bevorzugen, kommt sofort die Antwort: «CHROME» – aber ist er denn wirklich besser? Um es in den Worten der Hip-Hop Band «Fettes Brot» zu sagen: «jein».

Geschwindigkeit

Ich denke, zuerst interessiert die Geschwindigkeit. Es gibt nichts Mühsameres als lange Ladezeiten. Doch welcher ist denn nun der Schnellere? Um es vorweg zu nehmen – Chrome hat hier die Nase hauchdünn vorne. Und doch gibt es ein «Aber»: Öffnet man mehrere Tabs gleichzeitig, kann es bei älteren Computern mit geringem Arbeitsspeicher vorkommen, dass Chrome den Geist aufgibt.

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Bei Browsertests wie SunSpider, Acid3, V8 und Octane können die Geschwindigkeiten gemessen werden. Obwohl Firefox hier sehr gut abschneidet, ist Chrome doch noch etwas schneller.

Erweiterungen/Add-ons

Beide Browser bieten eine umfängliche Add-ons-Datenbank an (heisst bei Chrome «Erweiterungen»), womit Sie Ihre Browser-Funktionen ausbauen können. Beim Chrome können Sie diese aus dem «Chrome Web Store» herunterladen. Gegenüber dem Download-Bereich von Firefox ist der «Chrome Web Store» übersichtlicher gestaltet.

Bei beiden Browsern lohnt sich jedoch ein Blick auf die Erweiterungen – beide lassen sich an die persönlichen Bedürfnisse anpassen und bieten viele nützliche Tools, wie beispielsweise eine Rechtschreibeprüfung für alle Texteingaben im Browser.

https://languagetool.org/#firefox_chrome

In den letzten Jahren/Monaten konnte Firefox den Standard-Funktionsumfang deutlich vergrössern. Das heisst, viele Funktionen, die bei Chrome nur über Erweiterungen heruntergeladen werden können, sind beim Firefox standardmässig integriert. So können Sie beispielsweise mit «Firefox Pocket» Webseiten für den Offline-Gebrauch speichern. Damit lässt sich die Seite später ohne Internet-Verbindung öffnen.

Privatsphäre

Mir persönlich ist die Privatsphäre sehr wichtig. Gerade bei diesem Punkt sind die Unterschiede der beiden Browser signifikant und Chrome liegt im Nachsehen. Dies ist jedoch auch zu erwarten, da Google mit gesammelten Daten Milliarden verdient. Trotzdem haben beide Browser ihr Interesse an Ihren persönlichen Daten, jedoch macht Firefox damit kein Geld.

Allgemein werden die im vorigen Abschnitt erwähnten Erweiterungen grösstenteils auf Kosten der Privatsphäre zur Verfügung gestellt und mit Ihren Daten bezahlt.

Firefox ist der einzige Browser, der von einer Nonprofit-Organisation entwickelt wird. So gefällt mir bei Firefox die Funktion Schutz vor Aktivitätsverfolgung. Damit werden verborgene Tracker von Werbeanzeigen direkt gestoppt. Ich denke, dass Firefox definitiv zu einem der sichersten Browser zählt.

Phishing- und Malware-Schutz sind heutzutage bei allen Browsern an Bord, zusätzliche Add-Ons erweitern den Schutz.

Was den Schutz vor Hacking-Angriffen angeht, liegt Chrome wieder vorne – hier wird von Google viel investiert.

Synchronisation

Mit Synchronisation ist die Fähigkeit, Daten von unterschiedlichen Endgeräten miteinander abzugleichen, gemeint. Aufgrund von portablen Browser-Versionen können beispielsweise Tabs zwischen Computer und Smartphone synchronisiert werden. Hier liegen beide Browser gleich auf.

Bei Firefox kann eine geöffnete Seite mit der Funktion «An Gerät senden» direkt auf einem verbundenen Gerät Ihrer Wahl geöffnet werden.

Bei Google Chrome übernimmt eine weitere App den Abgleich. Hier kommt leider hinzu, dass Sie für die Synchronisation ein Google Konto benötigen. Und schon sind wir wieder beim Thema Privatsphäre – denn auch hier müssen wir Daten in den Rachen der Datenkrake «Google» werfen.

Update

Wer Wert auf den Schutz seiner persönlichen Daten legt und sich bestmöglich vor Hack-Angriffen schützen will, sollte seinen Browser stets auf dem neusten Stand halten. Das heisst updaten, updaten und nochmals updaten. Denn nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Daten und Ihr Gerät geschützt sind.

Hier hat eindeutig Firefox die Nase vorne: Updates werden alle 7 bis 14 Tage ausgerollt, wo Chrome mit seinem 42-Tage-Rhythmus doch etwas hinten liegt. Updates werden bei beiden Browsern automatisch geladen – Sie können sich also zurücklehnen.

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Auch für private Nutzer kann ein Blick auf die Entwicklerwerkzeuge nicht schaden. Damit finden Sie heraus, was Ihr Browser lädt und speichert. Auch können Sie Informationen, welche für die «überaus nützliche» (Achtung Ironie) DSGVO gespeichert wurden, auslesen.

 

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Bei Chrome zu empfehlen sind die «Audits». Damit können Sie jegliche Webseiten auf Geschwindigkeit, Entwicklungsstandards, SEO und weiteres prüfen. Ebenfalls erhalten Sie Optimierungsvorschläge.

Fazit

Mit Firefox haben Sie einen klassischen und geschützten Browser, mit dem Sie stabil und sicher durchs Netz surfen können. Ebenfalls lässt er sich flexibel an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Chrome ist eine Rakete: schnell, schlank, leider aber mit Einbussen bei der Privatsphäre.

Schlussendlich können Sie nichts falsch machen, egal welchen Browser Sie favorisieren. Beide gehören zu den Besten, und sind somit zurecht die Meistverwendeten. Die beschriebenen Unterschiede sind so minim, dass es Geschmacksache ist, für welchen Sie sich entscheiden

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